Hochwasser & Starkregen
Radarbasierte Pegelmessung, Fließgeschwindigkeit, Niederschlag und Wetterdaten schaffen ein kontinuierliches Bild der hydrologischen Situation.
Hochwasser Monitoring entdeckenGMD® entwickelt autonome Edge IoT-Sensorsysteme für Naturgefahren und kritische Infrastruktur. Unsere Sensoren erfassen Veränderungen direkt im Gelände, verarbeiten relevante Messdaten bereits am Edge-Knoten und übertragen Ereignisse über robuste Kommunikationsnetze an die zentrale GeoSenseAI® Plattform.
So entsteht aus einzelnen Messpunkten ein intelligentes, vernetztes Frühwarnsystem für Murgänge, Hochwasser, Steinschlag, Hangbewegungen, Lawinen und weitere alpine Naturgefahren.
Naturgefahren entstehen häufig genau dort, wo klassische Kommunikations- und Energieinfrastruktur nur eingeschränkt verfügbar ist: in Wildbächen, Schluchten, hochalpinen Regionen, an Felswänden, entlang von Bahnstrecken oder abgelegenen Straßenabschnitten.
Für solche Einsatzgebiete entwickelt GMD® eine verteilte Sensorarchitektur, bei der Messpunkte nicht ausschließlich von einer permanenten Verbindung zu einem zentralen Rechenzentrum abhängig sind. Jeder Sensor ist Teil eines intelligenten Gesamtsystems.
Messdaten werden bereits direkt am Sensor bzw. Edge-Knoten gefiltert, bewertet und für die weitere Verarbeitung vorbereitet.
Mehrere Sensorknoten können zu einem resilienten lokalen Sensornetz verbunden werden. Daten können – abhängig von der jeweiligen Projektarchitektur – über benachbarte Knoten beziehungsweise redundante Kommunikationswege weitergegeben werden.
Gateways und Kommunikationsmodule verbinden das lokale Sensornetz mit GeoSenseAI® – beispielsweise über LoRa-basierte Kommunikation, LoRaWAN, Mobilfunk oder weitere verfügbare Übertragungswege.
GeoSenseAI® kombiniert die Messdaten unterschiedlicher Sensoren, analysiert zeitliche und räumliche Veränderungen und schafft daraus ein digitales Lagebild.
Eine durchgängige Sensor-to-Decision-Architektur
GMD® Sensoren erfassen physikalische Veränderungen unmittelbar am Entstehungsort. Abhängig vom Anwendungsfall können unter anderem folgende Parameter gemessen werden:
Dabei können unterschiedliche Sensortypen innerhalb eines Projektes miteinander kombiniert werden.
Nicht jeder Messwert muss ungefiltert übertragen werden. Edge Processing ermöglicht es, Daten bereits unmittelbar am Messpunkt zu prüfen, zu filtern, zusammenzufassen und auf relevante Veränderungen zu untersuchen. Je nach Anwendung können beispielsweise:
Das reduziert unnötige Datenübertragungen und schafft die Grundlage für dezentrale, reaktionsfähige Sensorsysteme.
Aus einem Sensor wird ein intelligenter Edge Node.
In schwierigem Gelände reicht ein klassischer zentraler Funkpunkt nicht immer aus. GMD® entwickelt deshalb Kommunikationsarchitekturen, in denen mehrere Edge-Knoten gemeinsam ein verteiltes Sensornetz bilden können. Je nach Topografie, Gefährdungsbild und vorhandener Infrastruktur kombinieren wir unterschiedliche Kommunikationswege.
Mögliche Technologien:
So kann für jeden Standort eine individuelle Kommunikationsarchitektur aufgebaut werden.
Ein Frühwarnsystem im urbanen Raum stellt andere Anforderungen als ein Sensor in einer hochalpinen Schlucht. Deshalb entwickeln wir keine starre Kommunikationslösung. GMD® analysiert:
und entwickelt daraus die passende Architektur.
Gateways bündeln Informationen mehrerer Sensorknoten und stellen die Verbindung zwischen dem lokalen Sensornetz und der zentralen Datenplattform her. Abhängig von der Anwendung können sie zusätzliche Funktionen übernehmen:
Damit bleibt die Architektur modular und skalierbar – vom einzelnen Messpunkt bis zu großflächigen Sensornetzen.
Die eigentliche Stärke eines Frühwarnsystems entsteht durch die Kombination unterschiedlicher Datenquellen. GeoSenseAI® führt Messdaten aus dem Gelände in einer zentralen Risiko-Managementplattform zusammen. Radar-, Pegel-, Wetter-, seismische und weitere Sensordaten können gemeinsam mit zusätzlichen Geo- und Fernerkundungsinformationen betrachtet werden. Dadurch entsteht ein räumliches und zeitliches Bild der Gefährdungssituation.
Von einzelnen Messpunkten zu einem intelligenten digitalen Gefahrenmodell.
Beispiel Murgang:
Durch die Kombination mehrerer unabhängiger Messgrößen können Ereignisse wesentlich umfassender bewertet werden als mit einem einzelnen Messpunkt.
Bei kritischer Infrastruktur zählt nicht nur, welche Daten gemessen werden. Entscheidend ist auch, wo und wie schnell diese Daten verarbeitet werden. Edge Computing bringt einen Teil der Datenverarbeitung direkt zum Sensor oder Gateway.
Lokale Funktionen können auch dann weiterarbeiten, wenn die Verbindung zur zentralen Plattform vorübergehend eingeschränkt ist.
Anstatt kontinuierlich große Mengen an Rohdaten zu übertragen, können relevante Informationen bereits lokal herausgefiltert werden.
Zeitkritische Veränderungen können direkt am Messpunkt erkannt und priorisiert verarbeitet werden.
Lokale Verarbeitung reduziert die Last auf zentrale Systeme und unterstützt großflächige Installationen mit vielen Messpunkten.
Gezielte und ereignisbasierte Datenübertragung kann den Kommunikationsbedarf batteriebetriebener und solarversorgter Systeme reduzieren.
Berge, Schluchten, Vegetation, Felsformationen und abgelegene Täler können Funkverbindungen erheblich erschweren. Mesh- und Multi-Hop-Konzepte ermöglichen es, geeignete Sensorknoten zusätzlich als Teil des Kommunikationsweges zu nutzen. Dadurch können Daten – abhängig von der konkreten Netzwerkarchitektur – über mehrere Knoten bis zu einem Gateway weitergegeben werden.
Sensoren können Bestandteil eines lokalen Kommunikationsverbundes werden.
Neue Messpunkte können in die vorhandene Architektur integriert werden.
Geeignete Netzwerkarchitekturen können mehrere Übertragungswege berücksichtigen.
Besonders interessant für Wildbäche, Gebirgstäler, Felswände, Bahntrassen und andere schwer erreichbare Standorte.
Unsere Systeme sind für langfristige Monitoringaufgaben im Gelände konzipiert. Je nach Projekt können die Sensorstationen mit energieoptimierten Kommunikations- und Messzyklen sowie autarker Energieversorgung ausgestattet werden. Dadurch lassen sich Messpunkte auch dort realisieren, wo keine klassische Strom- oder Dateninfrastruktur vorhanden ist.
Mögliche Systemarchitektur:
Radarbasierte Pegelmessung, Fließgeschwindigkeit, Niederschlag und Wetterdaten schaffen ein kontinuierliches Bild der hydrologischen Situation.
Hochwasser Monitoring entdeckenVerteilte Sensoren entlang eines Wildbachsystems erfassen hydrologische, meteorologische und geotechnische Veränderungen an unterschiedlichen Punkten des Einzugsgebietes.
Murgang-Frühwarnsystem entdeckenSeismische-, Impact- und Bewegungssensoren überwachen Veränderungen an Felsbereichen, Schutzbauwerken und gefährdeten Infrastrukturabschnitten.
Steinschlag Monitoring entdeckenWetter-, Schnee- und Bewegungssensorik kann zusätzliche lokale Informationen für die Bewertung alpiner Gefährdungssituationen liefern.
Lawinen Monitoring entdeckenBrücken, Bahnstrecken, Straßen, Schutzbauwerke, Wasserversorgung und weitere Infrastrukturen können kontinuierlich überwacht und digital in GeoSenseAI® integriert werden.
Infrastruktur-Monitoring entdeckenGMD® verbindet Sensorentwicklung, Embedded Systems, Funktechnologie, Edge Computing, Machine Learning und Geoinformatik zu einer gemeinsamen Technologieplattform. Damit können Systeme projektspezifisch an Topografie, Gefährdungsart und bestehende Infrastruktur angepasst werden. Sensorik muss nicht für jedes Projekt neu gedacht werden — unsere Architektur ermöglicht die Kombination unterschiedlicher Messmodule und Kommunikationswege, vom einzelnen Messpunkt bis zu einem verteilten Frühwarnnetz.
Von einem Sensor zu einem digitalen Nervensystem für Naturgefahren.
Ein Frühwarnsystem entsteht nicht durch möglichst viele Sensoren. Es entsteht durch die intelligente Verbindung von: Messung + Kommunikation + Edge Intelligence + Datenanalyse + Alarmierung. Genau dafür entwickelt GMD® seine Edge IoT-Infrastruktur.
Edge IoT-Sensorik kombiniert Sensoren mit lokaler Rechenleistung und Kommunikationsfunktionen. Dadurch können Messdaten bereits unmittelbar am Entstehungsort verarbeitet, gefiltert oder auf relevante Ereignisse untersucht werden, bevor sie an eine zentrale Plattform übertragen werden.
In einem Mesh- beziehungsweise Multi-Hop-Netz können geeignete Netzwerkknoten Daten untereinander weiterleiten. Dadurch muss nicht zwangsläufig jeder Messpunkt eine direkte Verbindung zum zentralen Gateway besitzen. Die konkrete Netzstruktur hängt von Technologie, Topografie und Projektanforderungen ab.
Nein. LoRaWAN verwendet standardmäßig eine sogenannte Star-of-Stars-Architektur, bei der Endgeräte direkt mit einem oder mehreren Gateways kommunizieren. Mesh- beziehungsweise Multi-Hop-Funknetze auf Basis von LoRa oder anderen Technologien sind davon technisch zu unterscheiden. GMD® kann abhängig vom Projekt unterschiedliche Kommunikationsarchitekturen miteinander kombinieren.
Naturgefahrenmonitoring findet häufig an abgelegenen Standorten mit begrenzter Datenanbindung statt. Lokale Datenverarbeitung reduziert die Abhängigkeit von permanenter Cloud-Kommunikation und ermöglicht es, relevante Ereignisse bereits direkt am Messpunkt beziehungsweise Gateway zu erkennen und zu priorisieren.
Abhängig von der gewählten Architektur können Sensorknoten lokal über Long-Range- beziehungsweise Mesh-Kommunikation miteinander verbunden werden. Erst ein Gateway stellt anschließend die Verbindung zur zentralen Plattform her. Dadurch benötigt nicht zwingend jeder einzelne Messpunkt eine eigene Mobilfunkverbindung.
GeoSenseAI® ist als Daten- und Integrationsplattform konzipiert. Abhängig von Schnittstellen und Datenformaten können auch externe Sensoren und bestehende Systeme in eine gemeinsame Monitoringarchitektur eingebunden werden.
Sie möchten Wildbäche, Hänge, Felsbereiche, Bahnstrecken, Straßen oder andere kritische Infrastruktur kontinuierlich überwachen? GMD® entwickelt gemeinsam mit Gemeinden, Behörden und Infrastrukturbetreibern eine auf den Standort abgestimmte Sensor-, Kommunikations- und Frühwarnarchitektur. Vom ersten Messpunkt bis zum großflächigen intelligenten Sensornetz.